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Homstay 2019_5 Homestay
2019

Hernals
zu Gast
in Japan
Homestay 2019 6

Nach einem 12-Stunden-Direkt-Flug von Wien-Schwechat kamen sechs zwar müde, aber dennoch noch überaus neugierige Mädels im Rahmen des bereits seit vielen Jahren erfolgreich stattfindenden Jugendaustauschprogramms zwischen Hernals und Fuchu am Tokyoter Airport Narita an. „Die meisten von uns waren noch nie auf einem derartig langen Flug und so war der Flug gleich die erste Attraktion für mich. Nach der langen Reise war ich körperlich wirklich müde, aber sobald wir ausgestiegen waren, waren alle total aufgeregt und hellwach!“ so beginnt Sarah ihren Bericht über den Jugendaustausch im Juli dieses Jahres. Routinierter hingegen - für sie war es nicht der erste Aufenthalt in Japan - beginnt Diana ihren Rückblick: „Tag 1: Endlich in Japan angekommen. Schön wieder hier zu sein. Tag 2: Am ersten Tag in Japan war ich mit Ranna und ihrer Freundin am Nakano Broadway. Dort gab es verschiedene Anime-Geschäfte und Gacha Gacha Maschinen.“ [Anm.: Gacha Gacha-Automaten verkaufen kleine Sammelfiguren, die nach dem Zufallsprinzip aus dem Automaten kommen.] Im Mittelpunkt stand auch heuer wieder das Zusammenleben in und mit den Gastfamilien, welches ein weiteres Mal berührend tiefe Freundschaften hervorbrachte. Dazu Carla in ihrem Rückblick: „Auf der Abschiedsfeier mussten alle Mädels dann eine Rede halten und ich muss zugeben, dass ich dabei mehr als nur eine Träne verdrückt habe. Wir haben auf dieser Reise so herzliche und nette Menschen kennenlernen dürfen … da fällt der Abschied schmerzhaft aus.“  Die Stadt Fuchu organisiert mit Unterstützung des ortsansässigen Freundschaftsvereins regelmäßig ein umfassendes Rahmenprogramm, das u.a. einen Besuch bei Bürgermeister Takano, die Besichtigung des ehrwürdigen Okunitama-Schreins sowie des örtlichen Heimatmuseums und eine ganztägige Fahrt zum „Heiligen Berg Fuji“ beinhaltet. „Am Dienstag hatten wir unseren ersten Tag des Programmes mit der Gruppe zusammen. Am Plan stand Bürgermeister Takano kennenzulernen und ich denke, wir alle waren zuerst ziemlich nervös. Aber als sich herausstellte, dass der Bürgermeister ein sehr netter und lustiger Mensch ist, fiel die Anspannung sofort …“ und „… nach dem Treffen sind wir zu einem Schrein gefahren und wurden dort von einem Priester empfangen. Wir haben uns alles genau angesehen und durften zum Schluss auch Japans größte Trommel schlagen. Nach dem Schrein ging es für uns weiter zu einer Teezeremonie. Es war ein schöner Einblick in Japans Kultur und wirklich spannend für uns alle. Das Ende des Tages wurde mit einer Party gefeiert, wo alle Gastfamilien und sogar kommende und ehemalige Austausch-Kinder kamen … wir haben uns alle von Anfang an gut verstanden, was die Party noch lustiger machte,“ so Sarah in ihrem Bericht. Fuji-san, der „heilige Berg“, zeigte sich ein weiteres Mal etwas zurückhaltend, denn „… am sechsten Tag sind alle Gastschülerinnen mit einigen Gasteltern … gemeinsam auf den Mount Fuji gefahren, den wir zwar leider wegen des starken Nebels nicht sehen konnten, aber wir hatten alle viel Spaß und es war ein toller Tag“ weiß Carla über diesen Ausflug zu berichten. Sowohl beim Abschiedsabend als auch in ihren nachfolgenden Berichten bedankten sich die Mädels für die unglaublich herzliche Aufnahme, erwiesene Fürsorge und die außerordentliche Großzügigkeit der japanischen Familien sowie der Repräsentanten der Stadt Fuchu und des Freundschaftsvereins. „Wir konnten nicht nur Japan sehen, sondern Japan miterleben … ich war bei Familie Torii untergebracht, die mich herzlich empfangen hat und ein perfektes Programm für mich zusammengestellt hatte,“ so Carla. Und auch Sara kommt hier ins Schwärmen: „Zuerst möchte ich einmal sagen wie unglaublich froh ich darüber bin, dass wir die Möglichkeit bekommen haben nach Japan zu fliegen UND bei so herzlichen und netten Familien zu wohnen. Ich glaube besser kann man die Kultur und die Leute in einer Zeit von nur 10 Tagen kaum kennenlernen.“ Genauso begeistert darf auch der Eintrag in Jeinas Tagebuch gesehen werden: „24.7: Wir waren im Ghibli Museum! Da ich die Filme extrem cool finde, war ich sehr glücklich diese Gelegenheit zu haben … dann gingen wir noch zum Katzen-Café, zu dem ich auch unbedingt einmal hinwollte. Leider waren die Katzen etwas schüchtern, aber es war trotzdem sehr nett!“ Sara besuchte übrigens auch einEulen-Café“! Allesamt bestätigen diese Reflexionen, dass diese Reise eine Vielzahl tief beeindruckender Erlebnisse bot und die Gäste aus Hernals auch viel Wertvolles für ihr weiteres Leben mitnehmen konnten. Emma beispielsweise schwärmte in ihren Erinnerungen: „Ich war sehr glücklich, dass mich meine Gastfamilie so nett willkommen und mir das Gefühl von Zuhause gegeben hat. Ich finde Japan hat viele verschiedene Seiten und, obwohl ich nur für 10 Tage dort war habe ich trotzdem sehr viele davon gesehen: alten Schreine und Tempel, ich nahm an einer Teezeremonie teil, trug einen traditionellen Kimono und lernte viel über den Schintoismus. Anderseits sah ich Lolita-Dolls und die verrückten Shops in Harajuku, sowie die Anime- und Manga-Seite von Japan. Ich wusste nie wo ich hinschauen sollte, weil es so viel zu sehen gab.“ Und ein besonderes wichtiges PS aus dem Bericht von Sarah wollen wir ungekürzt weitergeben: „Ich bin am letzten Tag krank geworden und durfte nicht wieder mit nach Wien fliegen, weshalb sich mein Aufenthalt in Japan verlängerte. Jeder um mich herum hat alles Nötige für einen neuen Flug, eine Unterkunft und Verpflegung in Gang gesetzt! Mein spezieller Dank geht an Frau Dorit Illini-Ganster, dafür, dass sie mit mir in Japan geblieben ist und als Übersetzerin half, an Herrn Shige-san dafür, dass er sich immer Sorgen um meinen Zustand gemacht hat, mich reichlichst mit Essen und Trinken versorgt hat und mich sogar auf sein Geburtstagsessen mitgenommen hat sowie an Frau Takemoto für ihre Hilfsbereitschaft, ihre aufbauenden Worte und das Essen, das sie für mich gebracht hat und letztlich auch an Herrn Mitake dafür, dass er überall herumtelefoniert hat, um für mich zu sorgen, persönliches Taxi war und dass er bis zuletzt stets geholfen hat!“ Dies ist wohl ein weiterer Beweis für den hohen Stellenwert, den die japanische Gastfreundschaft im Allgemeinen hat und das gelebte große Engagement unserer Partnerstadt im Rahmen des Freundschaftsvereins Hernals-Fuchu im Besonderen. Abschließend und stellvertretend für die „sechs Mädels aus Hernals“ darf an dieser Stelle noch einmal Carla zitieren: „Ich will mich an dieser Stelle noch einmal bei allen bedanken, die diese Reise so einzigartig, wunderschön und unvergesslich gemacht haben. Danke an meine Gastfamilie Torii, die immer einen Platz in meinem Herzen haben wird, danke an die Mädels, mit denen ich mich so gut verstanden hab‘ und die engen Freundinnen geworden sind, sowie natürlich an den Bezirk Hernals und ganz besonders an Dorit. Sie hat immer gute Laune eingebracht und ohne sie wären wir spätestens nach zwei Stunden verzweifelt, denn man muss nicht dieselbe Sprache sprechen, um einander zu verstehen, aber es hilft doch sehr. Vielen Dank für diese Zeit, es sind Erinnerungen erschaffen worden, die uns niemand mehr nehmen kann.    

Carla Lauggas, Sara Pilz, Sarah Matzka, Diana Trlica, Jeina Vassileva & Emma Rietveld

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