SPAZIERGANG DURCH HERNALS - EINST UND HEUTE
Rohrerhütte
Rohrerhütte. Westlich des Neuwaldegger Parks, auf einem der Kameralherrschaft gehörenden Grundstück an der Straße nach Tulln - am Fuße des Exelbergs - errichtete um 1840 der Waldaufseher J. Rohrer an Stelle einiger Holzhauerhütten ein kleines Gasthaus. Die Rohrerhütte, wie sie schon bald genannt wurde, erfreute sich ob der schönen Lage und der großartigen Aussicht nach Wien bald regen Zuspruchs. Wanderer kamen aus dem nahen Dornbach, Neuwaldegg, Pötzleinsdorf und Hütteldorf und machten hier Zwischenstation, wie auch gerne „Landpartien“ mit Fiakern aus der nahen Vorstadt durchgeführt wurden. 1854 scheint der Name Hopp, danach Wallner als Besitzer auf. Um 1880 erwarb F. Blöckinger die Rohrerhütte und ließ sie 1882 neu erbauen. Sein Nachfolger Carl Edhofer verkaufte das Lokal an Rudolf Fuchs, der 1902 die Gastwirtschaft um einen großen Saalbau (Fassungsraum ca. 300 Personen) erweiterte. Den Plan zu diesem Zubau verfasste der Dornbacher Stadtbaumeister Johann Steinmetz. Nach weiteren Besitzerwechseln erwarb 1937 Franz Valenta die Rohrerhütte. Nach dessen Tod ging der Besitz 1977/1978 an seine Erben über. Ein jahrelanger Erbstreit machte alle Versuche, das einstmals so beliebte Ausflugs-Gasthaus wiederzubeleben, zunichte. Im Jahr 2000 wurde die Rohrerhütte abgerissen und unter dem Motto „Wohnen im Grünen“ ein weiteres „quadratmeteroptimiertes“ Wohnprojekt verwirklicht.
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