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Sofienalpe neu Sophienalpe

Die Sophien-Alpe (477 Meter) ist eine Alm im Westen Wiens. Seinerzeit von Kaiser Franz-Joseph für seine Mutter, der Erzherzogin Sophie, als ländlicher Sommeraufenthalt geschaffen, wurde sie gegen Ende des vorigen Jahrhunderts bereits zum „Einkehrgasthof und Meierei Sophienalpe“ umgebaut. Hier trafen sich Offiziere mit ihren Damen, die verliebte Wiener Jugend, das Bürgertum und auch der Adel. Die Sophienalpe gehörte damals auch zu jenen drei Wiener Bergen auf die bereits vor mehr als 100 Jahren eine Bergbahn führte, denn Georg Sigl ließ im Jahre 1872 eine Umlauf-Standseilbahn vom hinteren Halterbachtal nahe der Rieglerhütte auf die Sophienalpe errichten. Die Ausführung war überaus bemerkenswert, da statt des üblichen einen Gleises mit Ausweiche auf der ganzen Strecke zwei Gleise verlegt wurden. Die offenen viersitzigen Wagen wurden an Eisenkugeln, die am Seil befestigt waren, eingehängt, daher auch der Name „Knöpferlbahn“. Die Standseilbahn wurde 1881 abgebaut, die seinerzeitige Trasse ist heute ein gern begangener Wanderweg. Nach einem Großbrand, der fast alle Gebäude, vor allem aber den großen Glaspalast vernichtete, wurde die Sophienalpe 1912 wieder aufgebaut und repräsentiert sich heute zum Teil noch in diesem Aussehen. Nach mehrmaligem Besitzerwechseln (Josef Krautstofl, H. u. J. Krautstofl, Franz Wagner, ...) ist die Sophienalpe seit 1957 im Besitz der Familie Allmayer und wird seither als Familienbetrieb geführt.

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